Beinkrafttraining schützt vor Rückenschmerzen

Beinkrafttraining schützt vor Rückenschmerzen

Wer noch nie Rückenschmerzen hatte, gehört zu einer seltenen Spezies. Auch bei vielen Läufern meldet sich das Kreuz oft unangenehm zu Wort. Die Folge sind Trainingsausfälle und verpasste Wettkämpfe. Eine neue Studie zeigt nun, dass nicht nur Rücken- und Coretraining Probleme mit dem Kreuz vorbeugen kann. Vor allem Läufer sollten sich auch um starke Beine kümmern.

Läufer sollten das Krafttraining nicht scheuen

Es dürfte sich längst bis in die letzten Winkel der Republik herumgesprochen haben: Wer unter Rückenschmerzen leidet, sollte sich in den allermeisten Fällen nicht schonen, sondern bewegen. Vor allem ein starker Core gilt als beste Prävention. Nun zeigt eine Studie aus Singapur, dass Läufer auch unbedingt ihre Beine trainieren sollten.

Beintraining gegen Rückenschmerzen
Regelmäßiges Beinkrafttraining lindert chronische Rückenschmerzen und beugt ihnen vor (Foto: adpic)

Beinkrafttraining schützt vor Rückenschmerzen

An der achtwöchigen wissenschaftlichen Untersuchung nahmen insgesamt 84 Freizeitläufer teil. Sie alle litten unter chronischen Rückenschmerzen und die Wissenschaftler haben sie in drei Trainingsgruppen unterteilt:

  • Die erste Gruppe führte mehrmals die Woche ausschließlich Übungen zur Stärkung des Core durch.
  • Die zweite Gruppe absolvierte genauso häufig ein normales Muskelaufbautraining für den unteren Rückenbereich.
  • Die dritte Gruppe trainiert stets zur gleichen Zeit wie die anderen vornehmlich die Beinmuskulatur.

Die Probanden müssten vor während und bis zu sechs Monate nach der Studie die subjektiv empfunden Schmerzen auf einer Skala angeben. Außerdem haben die Wissenschaftler die Kraftwerte , die Funktion der Rückenmuskeln und die Lauffähigkeit immer wieder unter die Lupe genommen.

Nicht nur bessere Kraftwerte

Ergebnis: Alle drei Probandengruppen berichteten von einer signifikanten Verbesserung ihres Wohlbefindens. Bei allen Sportlern kam es zu einer deutlichen Schmerzreduktion. Diese Schmerzreduktion war in allen drei Gruppen etwa gleich stark ausgeprägt. Doch ausschließlich in der Gruppe, die das Muskeltraining für die Beine durchführte, kam es zu einer deutlichen Verbesserung der Lauffähigkeit. Sowohl die Schrittlänge als auch die Kraftentfaltung bei der Kniestreckung verbesserte sich. Beides Dinge, die nicht weiter verwunderlich sind. Erstaunlich aber schon, dass auch der Kraftzuwachs im unteren Rückenbereich genauso so ausgeprägt war, wie bei den anderen beiden Gruppen

Beintraining kann vielfältig sein
Bei Rückenschmerzen die richtigen Übungen zum Übungen zum Beintraining am besten mit dem Arzt oder Physiotherapeuten besprechen (Foto: adpic)

Läufer sollten unbedingt die Beine trainieren

Die Forscher weisen allerdings darauf hin, dass noch weitere Studien nötig sind, bevor es komplett neue Empfehlungen geben sollte. Fest steht aber schon jetzt, dass Läufer, die unter Rückenschmerzen leiden ganz besonders  von einem regelmäßigen Beinkrafttraining profitieren. Denn nicht die Schmerzen gehen zurück oder verschwinden, sie laufen auch ökonomischer, besser und schneller. Das gilt natürlich auch für alle, die Rückenschmerzen vorbeugen wollen. Tipp: Wer akut oder chronisch unter Rückenschmerzen leidet, sollte sich vor dem Beinkrafttraining das okay vom Arzt oder Physiotherapeuten einholen. Außerdem ist es ratsam, sich ein paar gute Übungen zeigen zu lassen.

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