F45 – Der Trendsport aus Australien kommt nach Deutschland

F45 – Der Trendsport aus Australien kommt nach Deutschland

Laut eigener Werbung ist F45 die am schnellsten wachsende Fitnessvariante weltweit. Tatsächlich ist das recht anstrengende Workout nicht nur in Down Under, sondern auch in den USA und Großbritannien sehr beliebt. Jetzt kommt das Functional Training auch nach Deutschland.

Wolverine Hugh Jackman ist ein großer Fan von F45

Der sicherlich bekannteste Fan von F45 ist der australische Schauspieler Hugh Jackman. Und wer ihn als Wolverine schon mal mit freiem Oberkörper gesehen hat, weiß wie fit er ist. Besonders beliebt ist das neue Workout allerdings bei Frauen. Ihr Anteil liegt bei über 60Prozent. Doch von vorne: Ähnlich wie Deutschland ist Australien bekannt dafür alles abzukürzen. Das ist auch bei F45 der Fall. Das F steht für Funktional, die 45 für die Dauer des Trainings.

Wie das gute alte Zirkeltraining
35 Sekunden Belastung und nach  25 Sekunden Pause geht’s  zur nächsten Übung (© adpic)

Eigentlich handelt es sich um das altbekannte Zirkeltraining

Um es gleich vorweg zunehmen. So ganz neu ist das Konzept nicht. Denn im Grunde genommen handelt es sich um nichts anderes als ein Zirkeltraining. Aber cleveren Marketingstrategen ist es trotzdem gelungen, daraus ein Hype zu machen. Sie versprechen die effektivste Trainingsmethode zur Fettverbrennung und zum Aufbau straffer Muskeln. Und damit liegen sie auch nicht falsch. Der Kalorienverbrauch liegt in den 45 Minuten bei rund 600 Kalorien. Hinzu kommt der so genannte Afterburn-Effekt. Denn auch in der Phase nach dem Training verbrennt der Körper überdurchschnittlich viele Kalorien.

35 Sekunden Belastung und 25 Sekunden Pause

Bei F45 handelt es sich um ein Franchise-System und die Betreiber haben sich einiges einfallen lassen. In den eigens für das Programm eingerichteten Räumen stehen mehrere Flachbildfernseher, auf denen die Zeitintervalle zu sehen sind. So weiß man immer, wann ein Geräte- oder Übungswechsel ansteht. Außerdem gibt es spezifische Pulsmesser, deren Daten dann ebenfalls auf den Bildschirmen erscheinen. Ein typisches Programm besteht aus 28 verschiedenen Stationen mit jeweils 35 Sekunden Belastung und 25 Sekunden Pause. Insgesamt enthält die F45-Datenbank mehr als 3650 verschiedene Übungen. Sie soll jedes Jahr um 1000 Übungen wachsen. Es soll, ja keine Langeweile aufkommen.  Die jeweiligen Übungen tragen Namen wie Bear, Roman oder Firefighter.

F45 ist eine anstrengende Sache
Je nach Programm musst Du bei F45 an Deine Grenzen gehen und manchmal auch darüber hinaus(Foto: Victor Freitas)

Zwei Trainer überwachen die Gruppe

In den 45 Minuten kombiniert man ein Ausdauer-, Intervall- und Krafttraining. Zwei echte Trainer überwachen das Ganze, geben Tipps und motivieren. Es kommen sowohl Übungen mit dem eigenen Körpergewicht als auch mit Geräten zur Anwendung. Unten findet Ihr dazu ein YouTube-Video. In den USA kostet die Teilnahme an nur einem 45-minütigem Programm rund 30 Dollar. Wie teuer es in Deutschland wird, konnte ich nicht herausfinden.

Für Anfänger zunächst nur bedingt geeignet

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, für wen F45 geeignet ist. Wie schon aus den bisherigen Ausführungen deutlich wurde, handelt es sich um ein ziemlich intensives Workout. Für Anfänger oder sportliche Wiederbeginnet ist deshalb meines Erachtens zunächst nur bedingt geeignet. Der Vorteil bei allen Übungen ist allerdings, dass es nicht auf die Wiederholungszahl ankommt, sondern auf die Zeit. Deshalb ist es in gewisser Weise möglich die Intensität ein wenig zu steuern. Aber trotzdem dauert eine Session 45 Minuten und es kommt oft zu Sprüngen und intensiven Kraftübungen mit Gewichten. Deshalb mein Tipp: Erst mal eine gewisse Grundlage aufbauen, bevor man es auch mal mit F45 ausprobiert. Und alle über 35 sollten sich vorher das okay vom Arzt holen. Und hier noch das Video:

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