Sit-ups sind nicht die beste Wahl

Sit-ups sind nicht die beste Wahl

Sit-ups sind die wohl bekannteste Übung, wenn es darum geht die Bauchmuskeln und den Core zu trainieren. Doch sie sind in Verruf geraten und haben einige Nachteile, wie Studien beweisen. Tatsächlich gibt es bessere Übungen für einen starken Core.  

Es gibt bessere Übungen als Sit-ups

Das Sit-ups so lange zum festen Trainingsrepertoire gehörten, ist eigentlich erstaunlich. Man muss sich nur einmal den Bewegungsablauf anschauen. Du drückst die geschwungene Wirbelsäule fest in den Boden. Damit macht Du genau das Gegenteil dessen, was für den Rücken gut ist. Als Hilfsmuskeln kommen zudem die Hüftbeuger zum Einsatz. Sie nehmen an Kraft zu, ziehen an der unteren Wirbelsäule und verändern die Statik. Das kann zu Beschwerden in diesem Bereich führen.

Wer Sit-ups macht, leidet häufiger unter Rückenschmerzen
Sit-ups können für die Bandscheiben eine Belastung sein (Foto: adpic)

Sit-ups können Rückenprobleme verursachen

Mittlerweile hat das kanadische und das US-Militär Sit-ups nach einer Studie in ihrer Ausbildung aus dem Übungskatalog gestrichen. Einer der weltweit bekanntesten Wirbelsäulenspezialisten ist Stuart McGill, Professor für Biomechanik an der Universität von Waterloo. Er bezeichnet sie als ein veraltetes Missverständnis. Im Rahmen mehrerer wissenschaftlicher Studien hat er sogar herausgefunden, dass sie die Wirbelsäule über die Maßen belasten und schädigen kann. Staistisch gesehen leiden Menschen, die diese Übung machen auch häufiger unter Rückenschmerzen. Vor allem die Bandscheiben leiden.

Sit-ups und die beanspruchten Muskeln

Um Sit-ups noch besser einordnen zu können, lohnt auch auf Blick auf die Muskulatur im Bauchbereich. Die tief liegenden Muskeln dienen der Rumpfstabilität und unterstützen die Atmung. Die mittlere Schicht ist für die Rotation zuständig. Sowohl die tiefe als auch die mittlere Schicht profitieren nicht von der Übung. Trainieren tun sie mit dem Rectus abdominis nur die obere Schicht.

Planks sind Sit-ups auch in punkto Effektivität deutlich überlegen (Foto: adpic)

Lieber Planks als Sit-ups

Die wohl beste für den Core sind die mittlerweile sehr beliebten Planks. Sie zielen direkt auf die Stabilisierung der Körpermitte ab. Das Anspannen der Muskeln stärkt die Rumpf-, Rücken-, Bein-, Hüft-, Schulter-, Brust- und Gesäßmuskulatur. Und das alles bei mit einer Wirbelsäule in ihrer natürlich geschwungenen S-Form.

Planks richtig ausführen


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