Aqua-Fitness – Im Wasser zur Topform

Aqua-Fitness – Im Wasser zur Topform

Eigentlich vor rund 30 Jahren für die knallharten US-Marines entwickelt, erfreuen sich Workouts im Wasser mittlerweile weltweit größter Beliebtheit. Aqua-Fitness kräftigt die Muskeln, schont die Gelenke und verbraucht viele Kalorien. Wer regelmäßig abtaucht, kommt im Nass sicher in Topform.

Aqua-Fitness ist fast schon Volkssport

Manche erinnern sich vielleicht noch. Es gab Zeiten, da glänzten die Kacheln in den Badeanstalten in hellem Grün. Der Schwimmmeister stand mit der Trillerpfeife am Beckenrand und beobachteten das Treiben im Wasser. Niemand konnte damals ahnen, welch rasante Sportbewegung sich aus der Kneipp’schen Bewegungslehre entwickeln sollte. Die Schwimmbäder haben sich in moderne Fitnesstempel verwandelt und Aqua-Fitness füllt ganze Hallen. Das ist nicht weiter verwunderlich. Kein anderes Medium hat so viele positive Effekte auf den Organismus wie Wasser.

Aqua-Fitness ist ein tolles Trainingsprogramm
Mit Aqua-Fitness ist es ganz leicht gut in Form zu kommen (Foto: adpic)

Was Aqua-Fitness so wertvoll macht

  • Auftrieb: Er sorgt für das angenehme Gefühl der Schwerelosigkeit. Im Wasser reduziert sich das Körpergewicht um bis zu 90 Prozent. Das schont Sehnen und Bänder und ermöglicht auch Übergewichtigen ein optimales Fitnessprogramm.
  • Energieverbrauch: Im Vergleich zum Walking ist der Energieverbrauch beim Aqua-Fitness etwa fünfmal so hoch. Denn anders als an Land, kommen bei den Bewegungen im Wasser etwa 80 Prozent der 639 Muskeln des menschlichen Körpers zum Einsatz. Je nach Intensität verbraucht Aqua-Fitness bis zu 1.000 Kalorien in der Stunde. Dazu trägt auch die Wärmeleitfähigkeit des Wassers bei. Sie ist 26-mal höher als an Land, wodurch der Körper viermal so viel Wärme verliert – ein hocheffektiver Kalorienverbrenner.
  • Hydrostatischer Druck: Eine typische Eigenschaft des Wassers. Der hydrostatische Druck presst die Gefäße des Körpers zusammen, so dass mehr Blut zum Herzen fließen kann. Das Schlagvolumen erhöht sich so um bis zu 20 Prozent, die Herzfrequenz sinkt und das hilft dem faustgroßen Muskel in unserer Brust dabei Sauerstoff einzusparen. Der Druck ist zudem ein tolles Gefäßtraining, denn die vorbeiströmenden Wasserblasen fördern die Durchblutung der Haut, der Muskeln und des Bindegewebes.
  • Atemmuskeln: Das Wasser drückt zudem sanft aber effektiv auf Brustkorb und Bauch. Das erleichtert das Ausatmen, erschwert allerdings das Einatmen. Und genau das stärkt die Atemhilfsmuskulatur und macht leistungsfähiger.

Auch Spitzenathleten schwören auf Aqua-Fitness

Von großem Vorteil ist auch, dass die Bewegungen im Wasser denen an Land gleichen. Sie sind also ganz leicht zu erlernen. Aqua-Fitness trainiert je nach Programm sowohl Ausdauer als auch Kraft. Zum Einsatz kommen dabei speziell auf die Bedürfnisse des Wassers angepasste Trainingsgeräte wie Hanteln, Handschuhe, Gürtel, Noodles und vieles mehr. Das Training eignet sich für Anfänger genauso wie für Fortgeschrittene und Leistungssportler. Viele Spitzenathleten schwören auf Aqua-Fitness wenn sie verletzt sind und Bewegungen an Land nicht möglich sind. Studien haben gezeigt, dass sie so ihre tolle Form weitestgehend erhalten können. Wer sich regelmäßig ins erfrischende Nass begibt und sich ausreichend intensiv bewegt, wird mit vielen positiven Effekten belohnt:

  • Eine verbesserte Sauerstoffaufnahme.
  • Ein niedrigerer Blutdruck.
  • Eine kräftigere Herz- und Skelettmuskulatur.
  • Eine verbesserte Kapillarisierung.
  • Eine Aktivierung des Energiestoffwechsels.
  • Ein schlagkräftigeres Immunsystem.
  • Deutlich niedrigere Blutzuckerwerte (bis zu 23 Prozent)

Aqua-Fitness-Varianten

Eine Aqua-Fitness-Einheit dauert in der Regel zwischen 45 und 60 Minuten. Nach einem Aufwärmeprogramm folgen dynamische Ganzkörperbewegungen zu fetziger Musik und gezielte Übungen zur Kräftigung der Muskulatur. Mit einem Cool-down endet das Training. Man kann aber auch folgende Programme durchführen:

  • Aqua-Jogging: Das geht entweder im hüfttiefen Wasser ohne Hilfsmittel oder im tiefen Wasser mit einem speziellen Gürtel oder einer Weste. Die Bewegung unterscheidet sich nicht von denen an Land. Aqua-Jogging gilt als perfekte Ergänzung zum Laufsport im Freien und das nicht nur bei Verletzungen.
  • Aqua-Cycling: Rostfreie Fahrradergometer stehen in 1, 30 Meter tiefem Wasser, nur Kopf und Schultern schauen. Bei den erfolgreichen deutschen Biathleten steht Aqua-Cycling fest im Trainingsprogramm. Aber auch in der Rehabilitation kommt das Wasseradern zum Einsatz.

Buchtipp

Wer mehr erfahren möchte, dem empfehle ich – ganz uneigennützig – unser Buch Aqua-Fitness. Es ist gerade in der 7. Auflage erschienen: Aqua-Fitness, erschienen bei Copress für 14, 90 Euro.

Aqua-Fitness von Andrea Röwekamp und Thorsten Dargatz


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