Fitnesslebensmittel können ein Training nicht ersetzen

Fitnesslebensmittel können ein Training nicht ersetzen

Das mit dem Gehirn und seinen Gedankengängen ist manchmal seltsam. Deutsche und amerikanische Wissenschaftlern sind zu neuen erstaunlichen Erkenntnisse gelangt: Menschen, die abnehmen wollen, kaufen vermehrt Fitnesslebensmittel. Doch statt gleichzeitig auch mehr Sport zu treiben, bleiben sie lieber auf dem Sofa liegen. Schlimmer noch, sie nahmen sogar deutlich mehr Kalorien zu sich als vorher.

Das Gehirn spielt uns einen Streich

Nicht nur bei ernährungsbewussten Sportlern stehen mit „Fit“ oder „Fitness“ gekennzeichnete Lebensmittel hoch im Kurs. Auch viele Menschen, die abnehmen wollen, greifen bei Müslis, Riegeln und entsprechenden Getränken gerne zu. Vor allem in der Hoffnung, ihre überflüssigen Pfunden purzeln lassen zu können. Nur leider klappt das mit Fitnesslebensmitteln in den seltensten Fällen. Das hat gleich zwei Gründe, wie Wissenschaftler der Technischen Universität München und der Pennsylvania State University in den USA herausgefunden haben.

Fitnesslebensmittel können Fitnesstraining nicht ersetzen
Fitnesslebensmittel machen nicht automatisch fitter (Foto: adpic)

Der Fitnessriegel kann den Sport nicht ersetzen

  • Die Studieteilnehmer haben bis zu 100 Kalorien mehr gegessen, wenn sie Fitness-Lebensmittel zu sich genommen haben,. Vor allem weil sie glaubten, sich etwas Gutes zu tun.
  • Sie haben weniger oder gar keinen Sport getrieben, weil sie es nicht mehr für nötig hielten. Schließlich hatten sie ja schon einen Fitnessriegel gegessen.
  • Obwohl jedem klar sein dürfte, dass die Kombination aus mehr Kalorien und weniger Bewegung nicht funktionieren kann, wenn man abnehmen möchte, scheint das Gehirn hier übermächtig zu sein.
  • Ähnliches ist aus der Dopingecke bekannt. Die Menschen schlucken oder spritzen das teilweise lebensgefährliche Zeug und hoffen, dass die Muskeln jetzt aus allen Nähten platzen. Doch auch das funktioniert natürlich nicht. Ohne entsprechende Reize, kein Effekt.

Hoher Energiegehalt bei Fitnesslebensmitteln

Erst als die Wissenschafter die Probanden über die den hohen Energiegehalt der entsprechenden Lebensmittel aufklärten, hielten sie sich bei der Kalorienzufuhr deutlich zurück. Viele waren von den Produkten sogar enttäuscht. Fazit der Experten: Wer übergewichtig ist, sollte auf das Fitness-Etikett auf Lebensmitteln nicht hereinfallen. Selbst der beste Fitnessriegel kann kein vernünftiges Sportprogramm ersetzen und ein Plus an Bewegung ist nun mal mit die beste Maßnahme, um überflüssige Pfunde zu verlieren. Nach wie vor gilt das Naturgesetz: Wer abnehmen will, muss weniger Kalorien zu sich nehmen als er verbraucht!



1 thought on “Fitnesslebensmittel können ein Training nicht ersetzen”

  • Hey Thorsten,

    ein herrlich reißerischer Titel! 😀
    Leider ist mir bewusst, dass es wirklich Menschen gibt, die das so handhaben…
    Wer keinen Überblick über seine zuzugeführten Kalorien hat, wird sich immer schwer tun abzunehmen. Zudem ich Abnehmen ohne Sport zu treiben ohnehin für den völlig falschen Ansatz halte. Es geht bzw. sollte ja nicht nur um den Gewichtsverlust sondern um ein gesünderes Leben gehen.
    Aber viele Menschen wählen nun einmal den einfachsten und kürzesten Weg und lassen sich dann von der Lebensmittelindustrie bzw. eigentlich von sich selbst, wenn wir da einmal ganz ehrlich sind, täuschen.

    Viele Grüße
    Jahn

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