Gewichtheber-Equipment – Für wen lohnt sich der Kauf?

Gewichtheber-Equipment – Für wen lohnt sich der Kauf?

Wenn Du regelmäßig in ein Fitnessstudio gehst, hast Du sie sicher schon mal gesehen. Sportler, die bei ihren Kraftübungen einen Gewichthebergürtel, eine Handgelenk-Bandage oder Knieschoner tragen. Möglicherweise nutzt Du sie sogar selbst. Doch was bringt spezielles Gewichtheber-Equipment eigentlich?

Gewichthebergürtel

Um die Frage zu klären, ob ein Gewichthebergürtel sinnvoll ist oder nicht, müssen wir uns seine Funktion anschauen. Bei Kniebeugen mit hohen Gewichten erhöht sich der intraabdominale Druck. Das ist der innere Bauchdruck. Dieser drückt wie ein Ballon auf die Wirbelsäule und stellt so den nötigen Schutz von innen dar. Die Coremuskulatur übernimmt den Schutz von außen. Ein Gewichthebergürtel kann diesen Prozess unterstützen und helfen die Muskulatur effektiver einzusetzen. Studien zeigen zudem, dass Du mit der Unterstützung des Gürtels bis zu 15 Prozent mehr an Gewicht bewältigen kannst. Je nach Stärke Deines Cores kann es aber einer Belastung von 85 Prozent der Maximalkraft ratsam sein, einen Gewichthebergürtel zu tragen. Er stabilisiert die Wirbelsäule und reduziert die einwirkenden Kräfte. Das kann Dich vor Verletzungen schützen.

Ein Gewichtheber-Gürtel hat bei hohen Gewichten schützenden Effekt

Handgelenk-Bandage

Dieses Gewichtheber-Equipment hindert das Handgelenk bei zahlreichen Übungen mit Gewichten daran, sich zu weit vorwärts oder rückwärts zu bewegen. Außerdem verringern sie die Belastung auf das Gelenk und bieten eine gewisse Stabilität. Der Einsatz von Handgelenk-Bandagen kann aus mehreren Gründen sinnvoll sein:

  • Bei Überkopfbewegungen schon bei kleineren Gewichten.
  • Wenn Du beim Training mit mehr als 85 Prozent Deiner Maximalkraft arbeitest.
  • Bei hoch belastenden Crossfit-Übungen wie Grace, Isabel oder DT. Vor allem dann, wenn Du viele Wiederholungen machst.

Nicht die ganze Zeit tragen

Wenn Du mit geringeren Gewichten arbeitest, ist es besser ohne Bandagen zu trainieren. Weglassen kannst Du Sie auch bei allen Nicht-Überkopf-Übungen. Dazu gehören beispielsweise Liegestütze, Kniebeugen oder Klimmzüge. Denn tatsächlich kann die Unterstützung dazu führen, dass bei ständigem Tragen die Muskulatur in den Unterarmen leidet.

Manches Gewichtheber-Equipment macht durchaus Sinn
Wer mit hohen Gewichten arbeitet, kann von Knieschoner und Gürtel profitieren

Knieschoner

Knieschoner sind durchaus sinnvolles Gewichtheber-Equipment. Sie bestehen meist aus Neopren und komprimieren und stabilisieren die Knie. Untersuchungen haben gezeigt, dass sie vor allem die Patella bei hohen Belastungen in Position halten. Außerdem bleiben die Gelenk schön warm. Der dadurch bedingte höhere Blutfluss kann sich positiv auf die Leistung auswirken. Allerdings verhelfen sie nicht, wie oft vermutet, zu einer besseren Technik. Ob Du Knieschoner trägst oder nicht, hängt ganz von Deinen persönlichen Vorlieben ab.

Gewichtheber-Schuhe müssen nicht unbedingt sein
Gewichtheber-Schuhe sind sehr teuer, stabilisiieren aber besser als herkömmliche Schuhe

Gewichtheberschuhe

Es ist für die meisten ganz selbstverständlich. Wer eine Spinning-Klasse besucht, zieht die entsprechenden Schuhe an. Wer Joggen geht, zieht seine Laufschuhe an. Doch nur die wenigsten ziehen sich beim Krafttraining Gewichtheberschuhe an. Das Wichtigste gleich vorab: Es muss auch nicht unbedingt sein. Was aber nicht heißt, dass sie nicht auch Vorteile haben. Gewichtheber-Schuhe sind äußerst stabil und verfügen über eine leichte Fersenerhöhung. Untersuchungen haben gezeigt, dass mit den Schuhen auch die Arbeit mit höheren Gewichten möglich ist. Allerdings führen sie auch zu einer Muskelverkürzung. Und sie sind sehr teuer. Ob die Ausgabe lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden.



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