Lauftraining: Soll ich auf Distanz oder auf Zeit laufen?

Lauftraining: Soll ich auf Distanz oder auf Zeit laufen?

Über kaum etwas anderes diskutieren Läufer häufiger als über dieses Thema: Soll ich lieber auf Distanz oder auf Zeit laufen? Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt es zwar nicht, aber durchaus ein paar wertvolle Tipps für Dein Lauftraining.

Warum auf Distanz laufen beliebter ist

Untersuchungen zufolge orientieren sich die meisten Sportler bei ihrem Lauftraining lieber nach der Distanz und nicht nach der Zeit. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn auch Wettkämpfe gehen ja meisten über eine bestimmte Distanz. Hinzu kommt, dass auch die meisten Trainingspläne auf Distanzläufe ausgerichtet sind.

Eine Studie hat die Unterschiede untersucht

Um herauszufinden, welche Art von Lauftraining besser ist, haben Wissenschaftler eine Studie durchgeführt. Sie haben sie im Journal of Medicine & Science in Sports and Exercise veröffentlicht. An der Studie nahmen 38 junge Läufer teil. Alle mussten zunächst eine Strecke von 750 Metern so schnell wie möglich zurücklegen. Dann hat man die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe lief erneut 750 Meter. Die andere Gruppe sollte die Zeit laufen, die sie beim ersten Rennen für die 759 Meter gebraucht haben. Das Ergebnis:

  • Die erste Gruppe absolvierte den Lauf in der fast identischen Zeit, wie den ersten Lauf.
  • Die auf Zeit laufende Gruppe legte eine deutlich geringere Distanz zurück.

Fazit der Forscher

Für Läufer scheint es deutlich leichter zu sein, ihr Lauftraining auf Distanz durchzuführen. Zeitangaben sind weniger greifbar. Daher ist es schwieriger das genaue Tempo zu beurteilen. Das gilt insbesondere bei längeren Strecken. Die Forscher geben aber auch zu bedenken, dass es sinnvoll ist, dass Lauftraining in Zyklen zu unterteilen. Es gibt Trainingszeiten, in denen es besser ist auf Distanz und andere Zeiten, in den es besser ist auf Zeit zu trainieren.

  • Laufen auf Zeit ist sinnvoll in der Vorbereitungsphase und Nebensaison. So ist es einfacher auf eine hohe Kilometerleistung zu kommen und die wichtige aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit zu verbessern.
  • In der direkten Vorbereitung auf einen Wettkampf oder mitten in der Laufsaison, ist es besser auf Zeit zu trainieren. Das gilt insbesondere für Intervalltraining und Tempoläufe.
Beim Lauftraining kannst Du je nach Bedarf auf Zeit oder Distanz achten
Bei Regenerationsläufen solltest Du nicht auf Zeit oder Distanz achten (Foto: adpic)

Noch ein paar Tipps zum Lauftraining

Erholungs- und Regenerationsläufe: Bei dieser Art des Trainings schaust Du weder auf Zeit noch auf Distanz. Verzichte auf eine Uhr und genieße einfach den Lauf, so lange Du Dich wohlfühlst.

Fahrtspiele: Bei dieser Form des Lauftrainings ist es einfacher auf Zeit als auf Distanz zu trainieren. Zumal die meisten Fahrtspiele auch nicht im Stadion, sondern in der freien Natur stattfinden.

Tempoläufe: Hier geht es darum, ein Gefühl für die eigenen Fähigkeiten und ein Gefühl für die Zeit zu bekommen.

Intervallraining: Mit dieser intensiven und effektiven Trainingsvariante kannst Du Dich auf Tempowechsel in einem Rennen vorbereiten.

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