Radfahren hat keinen Einfluss auf die Potenz

Radfahren hat keinen Einfluss auf die Potenz

Die Nachricht verbreitete sich Ende der 90er-Jahre in Windeseile um die ganze Welt: Radfahren schadet der Potenz. Es folgten diverse Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen. Doch jetzt, liebe Männer, gibt es endlich Entwarnung. Eine große Vergleichsstudie der Universität von San Francisco kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Radfahren macht nicht impotent – sogar das Gegenteil ist der Fall!

Vermutlich ist in den letzten 20 Jahren so mancher Mann mit einem mulmigen Gefühl auf sein Rad gestiegen. Einige mögen sogar ganz verzichtet haben, aus Angst, ihre Manneskraft zu verlieren. Ganz von der Hand zu weisen, sind die Befürchtungen ja auch nicht: Je nachdem, wie der Sattel eingestellt ist, drückt beim Radfahren bis zu zwei Drittel des Körpergewichts auf den Sattel. Dabei werden die auch für die Potenz wichtigen Adern und Nerven eingedrückt. Die Durchblutung nimmt um 70 Prozent ab. Wer häufiger intensiv radelt, kennt zudem das Taubheitsgefühl nach einer harten Trainingseinheit. Doch keine Sorge: Eine nun im Fachmagazin „The Journal of Urology“ erschienene Vergleichsstudie hat gezeigt, dass weder Freizeit- noch Leistungsradlern bezüglich der Potenz Gefahr droht.

Radfahren, Potenz
Radfahren schadet der Potenz nicht (Foto: adpic)
  • An der multinationalen Studie nahmen 2.774 Radfahrer, 539 Schwimmer und 789 Läufer teil.
  • Schwimmer und Läufer deshalb, weil die Forscher Sportarten ohne Dammdruck untersuchen wollten, um Vergleichsdaten erhebt zu können.
  • Sie alle mussten validierte Fragebögen ausfüllen
  • Darin wurden sie über die Qualität ihres Sexuallebens befragt.
  • Außerdem wurden medizinische Berichte über Prostata, Harnröhre, Taubheitsgefühle und Sattelwunden berücksichtigt.

Impotent weil Sattel falsch eingestellt ist

Bei den Radfahrern wurden zusätzlich die Trainingshäufigkeit, die Fahrradkonfiguration und sogar die Straßenverhältnisse unter die Lupe genommen. So mussten die Studienteilnehmer genauer angaben über Fahrradtyp, Satteltyp und Sattelwinkel sowie auch Angaben darüber, ob sie gepolsterte Radhosen getragen haben. Ergebnis:

  • Bezüglich der sexuellen Gesundheit und Potenz konnten die Wissenschaftler keine Unterschiede zwischen Radlern und den anderen Sportlern feststellen.
  • Weder das Fahrrad noch die Straßenbeschaffenheit hatte negative Auswirkungen auf die Radler.
  • Bei längeren Fahrten kam es bei manchen Radlern zwar zu Taubheitsgefühlen und Wundsein. Dieses lag aber in allen Fällen daran, dass Lenker- und Sattelhöhe sowie Sattelneigung ungünstig eingestellt waren.

Fazit des Studienleiters Professor Benjamin Breyer von der Abteilung für Urologie der Universität von San Francisco: „Radfahren bietet enorme Vorteile für das Herz, die Gefäße und die Gelenke. Kein Mann sollte auf diese Benefits verzichten, denn die Angst um eventuelle Einbußen der Potenz sind unbegründet.“



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