Effektive Stiche – Akupunktur in Sport und Fitness

Effektive Stiche – Akupunktur in Sport und Fitness

Akupunktur hat sich in den letzten Jahren zur erfolgreichsten alternativen Heilmethode entwickelt. Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit bewiesen, die meisten Krankenkassen zahlen für die gezielten Stiche. Auch wer regelmäßig Sport treibt, kann von der chinesischen Heilmethode profitieren.

Ein kleiner Piks zeigt große Wirkung: Mit Akupunktur können ausgebildete Ärzte viele Beschwerden erfolgreich behandeln. Dazu gehören Kopfschmerzen, chronische Rückenschmerzen, Muskel-und Gelenkbeschwerden, Verspannungen, Allergien und Asthma. Mehr als 100 internationale wissenschaftliche Studien haben die Wirksamkeit eindeutig beweisen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt den Einsatz der Akupunktur mittlerweile bei 40 gesundheitlichen Beschwerden. Auch zahlreiche Sportler setzen auf die Kraft der feinen Nadelstiche.

Akupunktur, Regeneration
Die Wirkung der Nadeln ist wissenschaftlich belegt (Foto: adpic)

Meridiane und Lebensenergie

  • Laut chinesischer Lehre fließt die Lebensenergie (Qi), auf 14 Leitbahnen die aus 12 Hauptmeridianen bestehen, durch den Körper. Jedes Hauptmeridian ist mit einem Organ verbunden. Auf diesen Bahnen, die man sich wie ein Spinnennetz vorstellen kann, liegen 361 Akupunkturpunkte.
  • Die Chinesen glauben, dass Krankheiten und andere Beschwerden auf eine Störung des Energieflusses beruhen.
  • Durch das Setzen der Nadeln an den entsprechenden Stellen, wollen Akupunkteure die Lebensenergie wieder in die richtigen Bahnen lenken. So kann der Körper gesunden und zu gewohnter Stärke zurückfinden.

Studien haben die Wirkung der Akupunktur nachgewiesen

Bei den Akupunkturpunkten handelt es sich um Zonen, in denen Gefäß- und Nervenbündel besonders dicht unter der Hautoberfläche liegen. Ein Stich mit den nur 0, 2 Millimeter dünnen Nadeln löst einen elektrischen Impuls aus, der zur Großhirnrinde geleitet wird. Dort sitzt das Schmerzempfinden. Der Organismus schüttet körpereigene Schmerzbotenstoffe (Opioide) aus, die den Schmerz hemmen. Hochkomplizierte Messungen konnten zudem einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Reaktionen im Gehirn, im Nervensystem und den mit Akupunktur behandelten Körperregionen nachweisen. Außerdem hat Akupunktur positive Auswirkungen auf das Immunsystem.

Akupunktur hilft dem Immunsystem auf die Sprünge
Akupunktur hat eine immunstimulierende Wirkung
  • Während der Nadelung schüttet der Hypothalamus (ein Teil des Zwischenhirns) Glücksbotenstoffe wie Serotonin und Endorphin aus. Beide haben eine immunstimulierende Wirkung.
  • Das ist eine gute Nachricht für hart trainierende Sportler, deren Immunsystem stets Höchstleistungen bringen muss. Viele leiden überdurchschnittlich häufig an Erkältungskrankheiten und Asthma.
  • Da auch Lampenfieber, muskuläre Verspannungen, Dysbalancen und Unwohlsein auf Störungen des Qi-Flusses beruhen, kann die Akupunktur hier ebenfalls wertvolle Arbeit leisten.

Gründliche Untersuchung vor der Akupunktur-Behandlung

Wie viele Nadeln zum Einsatz kommen, bestimmt der Akupunkteur. Es sind in der Regel nicht mehr als 20. Vor der Nadelung führt der Akupunkteur eine umfangreiche Anamnese durch. Dabei spielen nicht nur die Symptome eine wichtige Rolle. Es geht auch um die ganz individuelle Konstitution eines Patienten. So kann es sein, dass zwar zwei Sportler unter dem gleichen gesundheitlichen Problem leiden, sie aber aufgrund ihrer individuellen Anlangen eine völlig andere Behandlung erhalten.

Der Puls wird an beiden Armen gemessen
Akupunkteure überprüfen den Puls an beiden Handgelenken

Akupunktur kann für eine Millisekunde weh tun

Das Setzen der Nadeln dauert nur wenige Minuten. Sie bleiben dann bis zu einer Stunde im Körper, während man ruht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Stechen der Nadeln an manchen Punkten für eine Millisekunde auch mal weh tun kann (ähnlich einem Stromschlag). Allerdings stellt sich dann schnell, ein Wohlgefühl ein. Die Liste der für Sportler häufigen leiden, die sich mit Akupunktur behandeln lassen können, ist lang:

  • Achillessehnenentzündungen
  • verhärtete Muskeln (insbesondere Waden)
  • Muskelfaserrisse
  • Knieschmerzen
  • Bänderverletzungen
  • Patellaspitzensehnensyndrom (auch Läufer-Knie genannt)
  • Tennisellenbogen
  • Sehnenscheidenentzündungen
  • Karpaltunnelsyndrom

An ihre Grenzen stößt die Akupunktur, wenn Strukturen zerstört sind. Das können Bänder- und Sehnenrisse sein, Knochenbrüche und fortgeschrittene Knorpelschäden. Hier helfen die Nadelstiche dann bei der Schmerzlinderung.

Schneller regenerieren dank Akupunktur

Sinnvoll kann die Akupunktur bei der Regeneration sein. Das gilt insbesondere in hochintensiven Trainingsphasen, nach einem sehr anstrengenden Training oder nach einem harten Wettkampf. Laut chinesischer Lehre staut sich bei jeder großen körperlichen Anstrengung die Energie genau dort, wo sie am meisten gebraucht wird. Eine Akupunkturbehandlung kann alles wieder zum Fließen bringen. Dadurch kann sich nicht nur die Regenerationszeit verkürzen, auch das Immunsystem erholt sich schneller und kann effektiver gegen Erkältungsviren vorgehen.

Diplom-B als Qualifikationsnachweis

Eine Akupunkturbehaundlung bei einem gut ausgebildeten Akupunktur (wichtig ist das B-Diplom – unbedingt zeigen lassen) kostet zwischen 40 und 90 Euro. Gesetzliche Kassen übernehmen die Kosten von zehn Sitzungen bislang nur bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule und bei chronischen Knieschmerzen.

Wichtig zu wissen: Sportler, die ihre Energie in Fluss halten möchten, kommen mit sechs bis acht Behandlung pro Jahr sehr gut aus.  

 



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