Bewegungsmangel schadet auch dem Gehirn

Bewegungsmangel schadet auch dem Gehirn

Das hat die Natur nicht ganz fair geregelt. Es braucht Wochen und sogar Monate, um sich eine gewisse Form anzutrainieren und schon wenige Tage faulenzen lässt die Leistung wieder schwinden. Doch nicht nur Muskeln, Herz und Gefäße leiden unter Bewegungsmangel, auch das Gehirn reagiert zerknirscht, wenn sein Besitzer mehrere Tage keinen Sport macht.  

Sportpausen mag das Gehirn nicht

Schon nach zehn Tagen Inaktivität nimmt der Blutfluss im Gehirn deutlich ab. Das haben US-Forscher der Universität von Maryland in einer Studie nachweisen können. Besonders betroffen ist der Hippocampus. Das ist der Teil des Gehirns, der für Gedächtnis und Lernen zuständig ist. Außerdem ist der Hippocampus der Gehirnbereich, der bei einer Alzheimer-Erkrankung als erstes zu schrumpfen beginnt. Bei den Probanden handelte es sich um Sportler, die bereits seit vielen Jahren regelmäßig Sport getrieben haben. Sie waren alle zwischen 15 und 80 Jahren alt.

Regelmäßiger Sport tut auch dem Gehirn gut
Bewegungsmangel schadet dem Gehirn, Laufen hingegen tut dem Gehirn gut (Foto pixabay)

Bewegungsmangel verschlechtert die Hirndurchblutung

Die Forscher um den Studienleiter Dr. Jerome Carsen Smith haben die kognitiven Fähigkeiten und den Blutfluss im Gehirn der Probanden untersucht. Anschließend sollten sie sich dann zehn lang so wenig wie nur irgend möglich bewegen. Nach zehn Tagen führten die Wissenschaftler dann erneut kognitive Tests sowie ein MRT des Gehirns durch. Die Ergebnisse waren eindeutig: Es kam zu deutlich erkennbaren Veränderungen im Gehirn und auch der  Blutfluss war deutlich verringert.

Eine gute Körperhaltung verbessert die Gehirnleistung. Pilates hilft dabei.
Pilates verbessert die Körperhaltung und die Gehirnleistung (Foto: pixabay)

Auch Körperhaltung hat Einfluss auf das Gehirn

In einer weiteren Studie an der Universität Pittsburgh fanden die Forscher heraus, dass auch die Körperhaltung Einfluss auf unser Gehirn und die Denkleistung hat. Eine gute und aufrechte Körperhaltung führt zu deutlich besseren kognitiven Leistungen. Und für eine gute Körperhaltung sind ausreichend starke Muskeln nötig. Vor allem ein starker Core – also Rumpf – ist besonders wichtig. Die US-Wissenschaftler empfehlen in diesem Zusammenhang vor allem Pilates und Yoga. Aber auch die mittlerweile sehr beliebte Functional Fitness stärkt den Core und verbessert so ganz nebenbei die Haltung und die Gehirnleistung.

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