Eine Fitness-Challenge ist nicht immer eine gute Idee

Eine Fitness-Challenge ist nicht immer eine gute Idee

Es gibt sie immer wieder und über die sozialen Medien verbreiten sie sich rasend schnell. Bei einer Fitness-Challenge geht es darum Planks so lange wie möglich zu halten, bei einer anderen sich in 30 Tagen ein Sixpack anzutrainieren. Doch nicht immer ist es eine gute Idee da mitzumachen.

Nicht von tollen Fotos blenden lassen

Keine Frage: Fotos von attraktiven Frauen und Männern, die ihre beeindruckende Bauchmuskulatur posierend vorzeigen, sind schon eine Augenweide. Die gleiche Aufnahme zwei oder drei Wochen später, dürfte dann aber schon ganz anders aussehen. Denn nur für diese eine perfekte Ausnahme haben die Protagonisten sich 30 Tage lang während einer Fitness-Challenge ordentlich kasteit und hart trainiert. Warum das nicht für alle zur Nachahmung empfohlen ist? Hier die Argumente:

Hohe Verletzungsgefahr

Eine Fitness-Challenge ist in der Regel eine große Herausforderung für den Körper. Für Anfänger und sportliche Wiederbeginner deshalb meist ungeeignet. Viel zu schnell sind sie überfordert und riskieren dadurch Verletzungen. Wer daran teilnehmen möchte, sollte also sein individuelles Fitnesslevel berücksichtigen. Wer noch nie mehr als 5 Kilometer gelaufen ist, kann 30 Tage später keinen Marathon absolvieren. Und wer nur mit Mühe 10 oder 12 Liegestütze schafft, kommt in kurzer Zeit nicht auf 100 Liegestütze.

Das gesundheitliche Risiko

Viele Challenges sind nur erfolgreich zu bestehen, wenn man eine strenge Diät einhält. Insbesondere dann, wenn es um definierte Muskeln geht. Doch die Kombination aus strenger Diät und hartem Training kann schnell zu Nährstoffdefiziten führen. Wenn Du zu wenig oder die falschen Kalorien zu Dir nimmst, beeinträchtigt das die Fähigkeit des Körpers, sich von Training zu Training selbst zu reparieren. Das erhöht nicht nur die Verletzungsgefahr. Im Extremfall können Herz, Knochen, Magen-Darm- und Hormonsystem darunter leiden. Auch Stimmungsschwankungen sind möglich. Und ein Warnsignal für Frauen kann ein abnormaler Menstruationszyklus sein.

Fitness-Challenge
Eine beliebte Fitness-Challenge sind 100 Liegestütze nach 30 Tagen Training (Foto: adpic)

Darüber solltest Du nachdenken

Wenn Du an einer Fitness-Challenge teilnehmen möchtest, solltest Du vorher über folgende Dinge nachdenken und dir folgenden Fragen stellen:

  • Warum tue ich das? Wenn Deine Motivation darin besteht, Aussehen und Gefühle zu verändern, ist eine Challenge eher nicht das Richtige für Dich. Darauf weist die Amerikanische Gesellschaft der Psychologen hin. Wer glaubt das ein bestimmtes Aussehen zu einer Veränderung des Lebens oder zu einer besseren Partnerschaft führt, irrt meistens. Die Fitness-Challenge sollte zu Dir und Deiner individuellen Leistungsfähigkeit passen.
  • Will ich das wirklich? Unbedingt darüber nachdenken. Nicht selten sind es Freunde, die einen überreden mitzumachen. Oder es geht um einen sozialen Aspekt. Trotzdem: Wenn Du das was die Challenge erfordert hasst, solltest Du lieber nicht mitmachen. Wenn es um einen sozialen Aspekt geht, kannst Du Dir vielleicht an Ziel aussuchen an dem Du auf dem Weg dorthin auch Freude hast.

Nicht unbedingt durchhalten

Wenn Du Dich für eine Fitness-Challenge entschließt, dass es gute und schlechte Tage gibt. Die guten Tage sollten aber unbedingt überwiegen. Wenn mehr als 5 Tage nicht gut laufen, ist es völlig okay nicht weiterzumachen. Und ganz wichtig: Bei einer herausfordernden Challenge kann es Sinn machen, vorab einen Arzt aufzusuchen. Lass dort klären, ob die Belastung für Dich gesundheitlich unbedenklich ist.

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