Leistungstief? So kommst Du wieder in Form

Leistungstief? So kommst Du wieder in Form

Es gibt diese Phasen im Training, wo plötzlich nichts mehr geht. Man fühlt sich ständig müde, schlapp und lethargisch. Schuld ist oft Übertraining. Nur wer dann sein Pensum reduziert, kann sich davon erholen kann. Doch es gibt noch weitere Gründe für ein unerklärliches Leistungstief.

Der Hauptgrund für ein Leistungstief ist Übertraining

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler das Thema Leistungstief genauer unter die Lupe gekommen und sind auch zu Ergebnissen gekommen. Die meisten wissen, dass Adaptationserscheinungen das wichtigste Ziel beim Training sind. Dafür ist ein überschwelliger Reiz nötig und dafür musst Du Deine Grenzen immer weiter hinausschieben. Im Leistungssport geht es sogar darüber hinaus. Das nennt sich dann funktionales Übertraining. Wichtig sind dann aber entsprechend lange Erholungsphasen im Anschluss. Fehlen diese, führt das zum Übertraining. Wie Du da wieder rauskommst, steht hier und hier.

Auch Stress und falsche Ernährung können ein Leistungstief verursachen
Stress und falsche Ernährung können ein Leistungstief verursachen (Foto: Jesper Aggergaard)

Gründe für ein Leistungstief

Doch was, wenn es zu einem Leistungstief kommt, obwohl das Training optimal geplant, getimt und individuell auf die Bedürfnisse des Athleten abgestimmt wurde? Dann heißt es für Trainer und Athlet nach den Gründen zu suchen. Folgende Faktoren können zu einem Leistungstief führen:

  • eine negative Energiebilanz durch Diäten, durch zu wenig Essen oder durch falsche Ernährung.
  • eine unzureichende Protein- und Kohlenhydratzufuhr.
  • Eisenmangel – insbesondere bei weiblichen Sportlern.
  • Magnesiumsmangel.
  • Allergien.

Ernährungstagebuch und professionelle Beratung

Wenn es an der Ernährung liegen könnte, kann es Sinn machen für wenigstens eine Woche ein Ernährungstagebuch zu führen. Wichtig ist natürlich, dass die Ernährung in dieser Woche nicht umgestellt wird. Mit dem Buch sollte man sich dann von einem Ökotrophologen beraten lassen. Ein eventueller Magnesium- oder Eisenmangel lässt sich schnell durch ein Blutbild nachweisen. Und Allergien lassen sich heute meist ganz gut behandeln. Allerdings dauert eine Hyposensibilisierung seine Zeit.

Oft reichen schon einfache Maßnahmen, um aus dem Leistungstief zu entkommen
Schon einfache Maßnahmen können helfen, dem Leistungstief zu entkommen (Foto: pixabay)

Stress als Faktor für das Leistungstief

Immer noch unterschätzt wird der Faktor Stress. Ärger in der Beziehung, Probleme im Job, im Studium oder bei der Ausbildung können sich massiv auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Hier ist der Trainer der erste Ansprechpartner. Es sollte sich aber auch niemand scheuen, bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Stress muss aber nicht nur mit persönlichen Problemen zu tun haben. Auch folgende Faktoren können Stress auslösen:

  • Trainingslager in der Höhe und/oder in der Wärme, weil sich der Körper umstellen muss.
  • Lagerkoller in einem Trainingslager.
  • Jetlag und schlechter Schlaf

Hier ist ebenfalls der Trainerstab gefragt. Manche Athleten gehen gerne ins Trainingslager, andere bleiben lieber zu Hause.

Wer unter Stress leidet muss gegensteuern
Wer unter Stress leidet muss gegensteuern (Foto: Morgan Sarkissian)

Zwei Coping-Strategien bei einem Leistungstief

Wenn Du Dir nicht sicher bist, woran es liegen könnte, dann hol Dir Rat von außen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Besprich mit einer kompetenten, aber möglichst externen Person Dein Training, Deine Ernährung und Deinen Lebensstil. Dinge schleifen sich ein und manchmal reichen schon ganz einfache Maßnahmen aus, um dem Leistungstief zu entkommen. Wenn gar nichts mehr geht, kann es sogar Sinn machen zwei Wochen völlig aus dem Training auszusteigen und was ganz anderes zu machen.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere