Muskuläre Dysbalancen erkennen und beheben

Muskuläre Dysbalancen erkennen und beheben

Jeder Sportler hat seine Schokoladenseite. Das Problem: Wenn ich beim Krafttraining oder anderen Fitnessprogrammen stets die gleiche Seite bevorzuge, entstehen muskuläre Dysbalancen. Die Folgen sind eine falsche Körperhaltung und erhöhte Verletzungsanfälligkeit. Deshalb ist es gut sie zu erkennen und zu beheben.

So entstehen muskuläre Dysbalancen

Wie die meisten von uns, neigst Du vermutlich auch dazu alltägliche Aufgaben stets mit der gleichen Körperseite zu erledigen. Du nimmst Stufen immer mit dem gleichen Fuß, putzt Dir immer mir der gleichen Hand die Zähne und nutzt das Smartphone mit der gleichen Seite. Logisch, dass die dominante Seite stärker ist. Das macht sich dann auch beim Krafttraining oder Fitnessübungen bemerkbar. Es kommt zu Verspannungen und es ist Dir unmöglich das Beste aus Deinem Körper herausholen.

Prominentes Beispiel für ein Muskelungleichgewicht

Rafael Nadal ist seit vielen Jahren einer der besten Tennisspieler der Welt. Bekannt wurde er, weil sein Schlagarm so muskulös war, wie bei anderen der Oberschenkel. Doch genau das bereitete ihm dann Probleme. Es kam zu einem Muskelungleichgewicht und vielen Verletzungsproblemen. Diese hat er dann ausgleichen können. Mittlerweile 33 ist er die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste.

Muskuläre Dysbalancen führen zu vielen Problemen
Ein Problem bei muskulären Dysbalancen sind Rückenschmerzen (©adpic)

Ungleichgewicht und Körperhaltung

Muskuläre Dysbalancen führen über kurz oder lang zu einer veränderten Körperhaltung. Daraus können dann neben Rückenschmerzen, auch Gelenkprobleme, Kopfweh, Atem- und Verdauungsbeschwerden resultieren. Der Körper muss kompensieren und das führt zu einer Überkorrektur. Dagegen solltest Du vorgehen.

Wie erkenne ich ein muskulären Ungleichgewicht

Manchmal sind Ungleichgewichte auf den ersten Blick zu erkennen. Manchmal ist eine Arm oder ein Bein eben optisch deutlich kräftiger. Auch ein guter Sportwissenschaftler, Trainer und Physiotherapeut kann schnell erkennen, ob muskuläre Dysbalancen vorliegen. Du kannst es natürlich auch austesten, indem Du einarmige und einbeinige Übungen durchführst und vergleichst.

Die besten Gegenmaßnahmen

Wenn Du ein muskuläres Ungleichgewicht bei Dir festgestellt hast, gilt es dieses effektiv zu beheben. Die wohl effektivste Maßnahme hier ist ein unilaterales Training. Bei dieser Form des Workouts trainierst Du jeweils nur eine Extremität trainiert. Also nur ein Bein oder nur ein Arm. So lange, bis sich die Seiten angeglichen haben. Mehr dazu steht hier. Gute Übungen sind:

  • Ausfallschritte nach vorne und hinten
  • Seitliche Ausfallschritte
  • Step ups
  • einbeiniges rumänisches Kreuzheben
  • einarmiges Rudern
  • einarmiges Überkopfstrecken mit Hantel oder Kettlebell
  • bulgarische Kniebeugen

Weiterer Trainingstipp

Wenn Du beide Seiten trainierst, ist es unbedingt ratsam immer erst mit der schwächeren Seite zu beginnen. Wenn Du dann die stärkere Seite bearbeitest, kann es sein, dass Dir die Übung zu leicht vorkommt. Davon darfst Du Dich aber nicht irritieren lassen. Sobald Du bei Seiten angeglichen hast, kannst Du das Gewicht erhöhen und es fühlt sich auf beiden Seiten gleich schwer an.

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